US-Kabelnetzbetreiber droht Disney-Fox-Übernahme zu torpedieren


(Comcast)

Der US-Kabelnetzbetreiber Comcast, Mutterfirma von NBC Universal, plant offenbar den Disney-Fox-Deal zu torpedieren. US-Medienberichten zufolge will Comcast demnächst mit einem Cash Deal vorstellig werden, der das Disney-Angebot über 52,4 Mrd. Dollar bezüglich der Übernahme großer Teile von 21st Century Fox in den Wind schlagen soll. Laut Nachrichtendienste wie Bloomberg und Reuters soll sich Comcast in Gesprächen mit Investmentbanken befinden, um ein All-Cash-Angebot für die von Rupert Murdoch zum Verkauf angebotenen Film- und TV-Assets seiner 21st Century Fox ausarbeiten zu lassen. Für Comcast wäre es der zweite Versuch, nachdem Murdoch im Dezember 2017 dem Disney-Angebot den Vorzug gegeben hat, obwohl der US-Kabelnetzbetreiber 16 Prozent mehr per Aktie als Disney auf den Tisch gelegt hätte. Allerdings hatte das damalige Angebot keine sogenannte "breakup fee" (Eine Auflösungsgebühr die zu zahlen ist wenn eine Partei aus dem Geschäft aussteigt) enthalten, die ausbezahlt worden wäre, sobald die Aufsichtsbehörde dem Deal nicht zugestimmt hätten.
Comcast plant nun ein zweites Angebot, aber nur, wenn der Übernahme von Time Warner durch AT&T grünes Licht gegeben wird. Die gerichtliche Entscheidung im Kartellrechtsstreit soll im Juni erfolgen.

Wenige Wochen zuvor hat Comcast bereits ein Angebot zur Übernahme von Sky vorgelegt, das über ein Volumen von 31 Mrd. Dollar verfügt und das Angebot von Rupert Murdoch in den Schatten stellte.

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