TV statt Kino: Netflix kauft Andy Serkis’ Dschungelbuch-Verfilmung “Mogli”


Der Streaminganbieter Netflix untersagt dem nächsten Kinofilm den Auftritt auf der großen Leinwand.
Nach "Auslöschung" kaufte Netflix nun für eine unbekannte Summe, die bisher wohl alles in den Schatten stellt, Andy Serkis' Dschungelbuch-Verfilmung "Mogli" auf.
Bisher war der Kinostart von Verleih Warner Bros. auf den 25. Oktober datiert. Dieser wurde bereits nach Disney's Mega-Erfolg "The Jungle Book" (2016) verschoben.

Unter der Regie von Andy Serkis wurde „Mowgli“ (Originaltitel) ursprünglich als 3-D-Kinoversion von Rudyard Kiplings Klassiker „Das Dschungelbuch“, bestehend aus Motion-Capture-Aufnahmen mit real gefilmten Sequenzen kombiniert, gefilmt.
Im Mittelpunkt der Geschichte steht das Menschenkind Mowgli, das im indischen Dschungel unter Wölfen aufwächst. Unter der Obhut des Bären Baloo und des Panthers Bagheera lernt der Junge die oft unerbittlichen Überlebensregeln des Urwalds. Die Tiere akzeptieren ihn als einen der ihren, nur der fürchterliche Tiger Shere Khan bildet eine Ausnahme. Doch Mowgli drohen sogar noch größere Gefahren im Dschungel, denn schon bald wird er mit seiner menschlichen Herkunft konfrontiert.
Die Hauptfiguren aus dem Tierreich werden von den Schauspielern wie Christian Bale als listiger Panther Bagheera, Cate Blanchett als verschlagene Schlange Kaa, Benedict Cumberbatch als furchterregender Tiger Shere Khan, Naomie Harris als Wölfin Nisha, die Mowgli wie ihr eigenes Junges aufzieht, Andy Serkis als weiser Bär Baloo, Peter Mullan als Wolfsrudel-Anführer Akela, Jack Reynor als Mowglis Wolfsbruder, Eddie Marsan als Nishas Gefährte Vihaan und Tom Hollander als aasfressende Hyäne Tabaqui.
Zu den Menschendarstellern zählen Matthew Rhys (TV-Serie „The Americans“) als Lockwood, Freida Pinto („Knight of Cups“) als Messua und der kleine Rohan Chand („Madame Mallory und der Duft von Curry“, „Bad Words“) als der von Wölfen aufgezogene Mowgli.

Einen Trailer zu der sehr düsteren Dschungelbuch-Verfilmung wurde bereits veröffentlicht und erntete durchaus positive Resonanzen.
Aber Warner Bros. war sich bis zuletzt unsicher, ob die terminliche Distanz zum Disney-Konkurrenten ausreicht um finanziell keinen Flop in den Kinos hinzulegen, bei der zudem inhaltlichen Ähnlichkeit der Filme.

So wird die düstere "Mogli"-Version von Andy Serkis' Adaption aus Rudyard Kiplings Klassiker jedenfalls nicht den Weg in die Kinos finden.
Schade, denn hier wird dem Publikum wieder einmal ein Film, gemacht für die große Leinwand, als Kinoabenteuer vorenthalten. Was nun nicht nur auf große Bilder, sondern auch auf die 3-D-Kinoversion verzichten muss.

Für Netflix ist dieser Deal aber ein enormer Marketing-Coup. Denn damit lassen sich eine Menge neuer Abonnenten locken.

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