Friedenspreis des Deutschen Films für Regisseur Lars Kraume


Friedenspreis des Deutschen Films wird am 5. Juli 2018 zum 17. Mal verliehen, Preisträger sind Ziad Doueiri, Lars Kraume, Katja Benrath und Feras Fayyad Bild: obs/Bernhard Wicki Gedächtnis Fonds e.V./Oliver Bodmer

Lars Kraume wird für "Das schweigende Klassenzimmer", seinen auf einer wahren Begebenheit beruhenden Film über eine Schulklasse in der DDR, die durch eine Schweigeminute für die Opfer des Ungarn-Aufstands 1956 ins Visier der Obrigkeit gerät, mit dem nationalen Friedenspreis des Deutschen Films - Die Brücke ausgezeichnet. Die Auszeichnung wird in diesem Jahr zum 17. Mal im Rahmen des Filmfest München an künstlerisch wertvolle Filme mit humanistischer, gesellschaftspolitischer Dimension vergeben.

Der internationale Friedenspreis des Deutschen Films - Die Brücke geht an Ziad Doueiris "The Insult". Darin wird aus einer harmlosen Auseinandersetzung zwischen dem Automechaniker Toni, einem libanesischen Christen, und dem Handwerker Yasser, einem palästinensischen Flüchtling, eine juristische Auseinandersetzung, die schließlich droht, die libanesische Gesellschaft zu spalten.

Der Nachwuchspreis geht an Katja Benrath für ihren mit dem Studentenoscar ausgezeichneten Kurzfilm "Watu Wote - All of Us". Darin wird an der Grenze zwischen Kenia und Somalia ein Bus von Islamisten angegriffen. Diese fordern die Muslime in dem Bus auf, sich von den Christen getrennt zu versammeln und diese so zu verraten. Die Muslime weigern sich und retten den Christen so das Leben.

Den Spezialpreis des Friedenspreis des Deutschen Films - Die Brücke erhält der Dokumentarfilm "Die letzten Männer von Aleppo", für den Feras Fayyad zwei Jahre lang die tägliche Arbeit der Weißhelme im syrischen Kriegsgebiet beobachtete.

Die Verleihung des Friedenspreis des Deutschen Films - Die Brücke findet am 5. Juli im Münchner Cuvilliès-Theater statt.

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