Die 68. Berlinale ist eröffnet


Die 68. Berlinale ist eröffnet. Anke Engelke sorgte in einer launigen Eröffnungszeremonie wie gewohnt für die Gags, die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien Monika Grütters für die politische Dimension. Indem sie im Berlinale-Palast am Marlene-Dietrich-Platz zunächst an Marlene Dietrich erinnerte und deren damals völlig neues Frauenbild, leitete sie über zu der aktuellen Genderdebatte #MeToo und verdammte männlichen Machmissbrauch im Film, aber auch in der Gesellschaft und betonte, dass die Kunst ihren Teil dazu beitragen könne, den Wandel zu begleiten. "Frauen müssen längst nicht mehr Hosen tragen, um sie anzuhaben", sagte die Ministerin und sprach sich eindeutig für Diversität und künstlerische Vielfalt aus. Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller dankte explizit der Arbeit von Festivalleiter Dieter Kosslick und erinnerte daran, dass man gerade in Berlin wisse, dass Freiheit keine Selbstverständlichkeit. Und natürlich kam auch er nicht umhin, Sexismus und damit verbundene Gewalt aufs Entschiedenste zu verdammen. Dieter Kosslick brachte schließlich die Leichtigkeit zurück, aber vergaß nicht, an Deniz Yücel und Oleg Sentsev zu erinnern und auf ihre Freilassung zu drängen. Nachdem schließlich noch die Jury vorgestellt wurde, öffnete sich schließlich um 20.45 Uhr der Vorhang für "Isle of Dogs - Ataris Reise", der perfekt auf die kommenden zehn Tage einstimmte. Die 68. Berlinale ist eröffnet.

Filmemacher und die Sprechrollen von "Isle of Dogs" bei der Eröffnungsgala: Wes Anderson (Regisseur, Drehbuchautor, Produzent), Roman Coppola (Drehbuchautor), Jason Schwartzman (Drehbuchautor), Kunichi Nomura (Drehbuchautor, Sprechrolle), Bryan Cranston, Koyu Rankin, Greta Gerwig, Liev Schreiber, Bill Murray, Bob Balaban, Jeff Goldblum, Tilda Swinton

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